© Aurelia Verdieri 2018

In der Chinesischen Medizin ist Gesundheit gleichbedeutend mit dem freien Fluss von Lebensenergie, auch Qi genannt. Das heisst Gesundheit ist unzertrennlich mit der Vorstellung von Fliessen, Ausgewogenheit und Austausch verbunden.

Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass alle körperlichen und psychischen Vorgänge im Menschen einander wechselseitig beeinflussen (Yin und Yang).

Das Ungleichgewicht, das heisst also die Krankheit, wird durch eine Kombination verschiedener Faktoren verursacht. Deshalb wird in der Behandlung nicht allein nach den Details der akuten Beschwerden gefragt, sondern auch eine komplette Anamnese des allgemeinen Wohlbefindens, vergangener Krankheiten und auffälligen Familienerkrankungen erstellt. So wird ein vollständiges Bild angestrebt, das die jetzigen Beschwerden, in ihrem Gesamtzusammenhang zeigt, um die Ursachen und Muster zu beheben, die hinter einer Krankheit liegen.

Das Ziel einer Behandlung durch Traditionelle Chinesische Medizin ist es, den ganzen Menschen zu behandeln und nicht eine lokale Krankheit, denn auch sie ist eingebunden in den ganzen Organismus.

Jede Störung hat eine individuelle Entwicklung und hat sich mit der entsprechenden Geschichte eines Menschen entfaltet. Auch wenn sich wichtige Symptome oft ähnlich sind, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb muss auch eine Therapie individuell angepasst werden.

 
 

Unter Diagnostik versteht man in der Traditionellen Chinesischen Medizin die Gesamtheit aller Massnahmen, die zur Erkennung der Krankheitszusammenhänge führen. Um ein individuelles Bild zu erhalten, braucht es eine umfassende Anamnese, eine genaue Beobachtung, Inspektion und Palpation. Der Puls wird auf Frequenz, Stärke und Ausdrucksform überprüft: 28 verschiedene Pulsqualitäten geben Auskunft über das Befinden der Organe und über die energetische Gesamtkonstitution des Menschen.

Die Zunge wird auf Form, Farbe, Feuchtigkeit, Beweglichkeit und Art des Belages überprüft. Die Zungenoberfläche wird in verschiedene Areale unterteilt, die analog der Pulsdiagnose Hinweise auf den Zustand der Organe, des Körpers und der Lebensenergie geben.

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Unter Akupunktur versteht man die Regulierung des Flusses der Lebensenergie (Qi). Dieses Fliesssystem ist ein energetisches Netzwerk von Kanälen, den sogenannten Meridianen, das nicht nur die Akupunkturpunkte, sondern über innere Verläufe auch die Organe miteinander verbindet und beeinflusst. Durch die Nadelung dieser Punkte wird der Körper gezielt stimuliert, um sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

 

Toyohari ist eine Weiterentwicklung und Verfeinerung der klassischen chinesischen Akupunktur. Die sehr sanfte und schmerzfreie Behandlungstechnik, die in Japan von blinden Akupunkteuren entwickelt wurde, reguliert die Selbstheilungskräfte im Körper. Nach einer genauen Anamnese des Beschwerdebilds, der Puls- und Bauchdiagnostik sowie der Palpation und visuellen Betrachtung der Leitbahnen wird die Behandlung festgelegt.

Die schmerzlose Behandlung eignet sich besonders gut für Kinder, sehr sensible und erschöpfte Personen, für Menschen, die Angst vor Nadeln haben wie auch für alle, die eine sanfte und doch sehr wirkungsvolle Akupunktur wünschen.

 
 

Tuina heisst «schieben und greifen» und verwendet spezielle Massage- und Griff-Techniken auf den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und Organe sind über das Bindegewebe und die Faszienbänder miteinander verbunden. Sie halten den Körper zusammen und schenken uns Beweglichkeit und Flexibilität. Damit sie nicht verkleben müssen wir sie pflegen und bewegen. Tuina regt den Blut- und Energiekreislauf an und verbessert die Funktion von Gelenken und Organen. Durch die Behandlung wird die Gewebespannung herabgesetzt, es werden Botenstoffe freigesetzt, die sowohl Schmerzen als auch Entzündungen lindern können. 

Vom grippalen Infekt über Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden, Störungen des Bewegungsapparates, Verspannungen, Muskelverletzungen bis hin zu chronischen Erkrankungen kann mit Tuina unterstützend behandelt werden.

 

Die Arzneitherapie gilt als das Herzstück der Traditionellen Chinesischen Medizin. 

Es werden Wurzeln, Blätter, Rinden, Blüten, Samen, Hölzer, Äste, Zweige, Früchte, Mineralien und manchmal auch Stoffe tierischer Herkunft verwendet. Die Kunst besteht darin, eine Rezeptur aufgrund der individuellen Beschwerden einer Person wirkungsvoll zusammenzustellen.    

Zur Anwendung kommen: Dekokte, Granulate, Pillen, Suppositorien (Zäpfchen), Bäder, Pflaster, Salben, Gel, hydrophile Konzentrate (Tropfen), Sirup.

 

Eine starke Lebensenergie und eine gesunde Verdauung sind die Basis für ein glückliches und beschwerdefreies Leben.

Auf dem Hintergrund jahrtausendealter Beobachtung und Erfahrung eröffnet die chinesische Ernährungstherapie ein enorm breites Feld wertvoller Empfehlungen für eine gesunde und genussvolle Ernährung, die dem Lebensalter und der persönlichen Konstitution angepasst ist.

 

Feng Shui ist die Lehre, mit seiner Umgebung in Harmonie zu leben und möglichst viel günstige Energie aufzunehmen. Räume verfügen aufgrund ihrer Funktion, Lage, Ausrichtung und Anbindung über eigene energetische Einflüsse, die uns fördern, aber auch blockieren können.

Mit Feng Shui lässt sich unser Wohn- und Arbeitsumfeld so gestalten, dass es unsere individuelle Entwicklung in den jeweiligen Lebensbereichen unterstützend fördert, sei es um,die Gesundheit zu stärken, das Wohlbefinden zu erhöhen, einer Beziehung frischen Wind zu geben, den Familienzusammenhalt zu fördern oder den Geschäftserfolg zu unterstützen.